Liebe alle,
für das Kolloquium am 9. Januar habe ich zwei Anliegen: Einerseits würde
ich gern kurz um Tipps und Hinweise zu Gruppendiskussionen bitten, da
mein erster Termin nun feststeht und ich bisher keine Erfahrungen in der
Durchführung habe.
Andererseits möchte ich gerne, wie schon angekündigt, Material
mitbringen. Ich habe hierfür einen Ausschnitt aus einem
Beobachtungsprotokoll auf bwSync gelegt, sodass ihr ob der Länge schon
vorab die Möglichkeit habt, reinzuschauen. Wäre es ein kürzerer
Ausschnitt, hätte ich die gedruckte Version nach dem Kolloquium wieder
eingesammelt und würde euch daher bitten, ihn bei diesem Vorgehen
anschließend zu löschen.
Natürlich erzähle ich euch dann noch mehr Kontext, aber zur Einordnung:
Diesen Teil des Protokolls habe ich zu großen Teilen direkt nach der
Veranstaltung geschrieben. Es erscheint mir (daher?) an vielen Stellen
ziemlich roh und unmittelbar, und wenn ich es heute lese, fehlen mir
doch einige Informationen und ich konzentriere mich sehr stark auf meine
Wahrnehmung, statt die Situationen detailliert zu beschreiben. Dieser
Abschnitt ist gewissermaßen zwischen Ethnographie und Autoethnographie
verunglückt, und deshalb finde ich ihn besonders herausfordernd.
Neben euren Eindrücken und Interpretationen würde mich daher auf einer
pragmatischen Ebene noch interessieren, welche Fragen für euch offen
bleiben, ob und wo ich "nachverdichten" soll (die Erinnerung ist sehr
präsent, das ist also möglich), und auch, ob ihr Hinweise dazu habt, wie
man im Umgang mit eigenen Gedanken und Eindrücken als Material sicherer
wird - es ist für mich in verschiedenerlei Hinsicht viel schwieriger mit
den Protokollen zu arbeiten, als etwa mit Transkripten.
Ich freue mich auf eure Gedanken!
Ein schönes Jahresende und bis bald
Jana